Verlängerung der Kurzarbeit bis 30. Juni – und dann?

Kurzarbeit

Die Sozialpartner haben die Verlängerung der Corona-Kurzarbeit (Phase 4) um weitere drei Monate bis 30.6.2021 beschlossen. Diese entspricht im Wesentlichen der bis 31.3.2021 geltenden Kurzarbeit Phase 3.

Die Eckpunkte der Kurzarbeit Phase 4

  • Nettoersatzrate bleibt bei 80 % bis 90 %.
  • Die Arbeitszeit kann im Normalfall auf bis zu 30 % reduziert werden. In besonders begründeten Fällen ist auch eine Unterschreitung dieser Mindestarbeitszeit möglich.
  • Die Erleichterungen für vom Lockdown betroffene Branchen bleiben bestehen, z.B. weiterhin Entbindung von der Steuerberaterpflicht bei Unternehmen, die im Lockdown sind oder nur für die Zeit des Lockdowns Kurzarbeit beantragen.

Für Detailfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Tax Austria – Mag. Renate Otti – Geschäftsführerin, Wirtschaftstreuhänderin & Steuerberaterin

Deutschland verlängert die Kurzarbeitsregelung ebenso – das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin meldet:

Erleichterter Zugang zur Kurzarbeit wird verlängert [ RSS-Newsfeed des BMAS ]

24. 03. 2021

Für Unternehmen und Beschäftigte ist die weitere Entwicklung der Pandemie mit vielen Unsicherheiten behaftet. Um klare Perspektiven zu schaffen, hat das Bundeskabinett heute den erleichte­r­ten Zugang zum Kurzarbeitergeld bis zum 30. Juni 2021 verlängert.

Österreichs Modell ist besonders großzügig

Das Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo hat diese Behauptung nun einer Überprüfung unterzogen. Das WIFO hat die Kurzarbeitsregelungen in 9 europäischen Ländern untersucht, darunter in Österreich, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich. Es hat sich tatsächlich gezeigt, dass die Kurzarbeitsregelungen in Österreich vergleichsweise großzügig waren.  Daraus schließt man, dass der Entzug schwierig werden könnte.
Quelle: Kurzarbeit im Vergleich – Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Die Finanzpolizei ist unterausgestattet

Die Finanzpolizei ist meist entweder zu früh oder zu spät dran.

Maßgeblich sind

  • fehlende oder nachweislich unrichtige Arbeitszeitaufzeichnungen
  • die Endabrechnung, die nach Ablauf einer Kurzarbeitsperiode beim AMS eingereicht wird

Betriebe können noch rechtzeitig Fehler korrigieren oder den Förderantrag zurückziehen. Beim AMS keine Endabrechnung einreichen und auf Förderung verzichten ist am Ende auch noch möglich.

Die Kurzarbeitsregelung Phase 5 wird in Österreich substanziell anders

Laut Minister Kocher gibt es bereits Gespräche mit den Sozialpartnern über eine Fortführung in einer Phase 5. Diese müsse substanziell anders sein als die bisherige Kurzarbeit, unter der Prämisse, dass es ab dem dritten Quartal keine großflächigen Schließungen mehr brauche.
Quelle: Arbeitsminister Kocher: Kurzarbeit Phase 5 in Ausarbeitung – APA OTS

Nach der Pandemie: Back to New Office – Bleibt kein Stein auf dem anderen?

Nach der Pandemie: Back to New Office – Bleibt kein Stein auf dem anderen?

Richtet man den Blick über den großen Teich, so herrscht an der Wall-Street ­- wohl vor allem dank der teilweise üppigen Corona-Hilfspakete – Partystimmung, der US-Arbeitsmarkt erholt sich schneller als erwartet und selbst das Sorgenkind Tourismusmanagement zeigt erste Anzeichen einer Wiederbelebung. Auch bei uns lassen Kennzahlen bereits auf ein (Wirtschafts-) leben nach der Pandemie hoffen. In der Eurozone steigt der Konjunkturoptimismus – vor allem dank der langsam greifenden Impfaktivitäten sowie einer offensiven Fiskalpolitik. Der ersehnte D-Day für den Neustart rückt also – zumindest gefühlt – näher – nur: Wie hat die Pandemie Unternehmen und Mitarbeiter verändert? Auf jeden Fall hat das Virus scheinbar gesichertes Business-Wissen destabilisiert und in disruptiver Weise etablierte, erfolgreiche Arbeitsmodelle obsolet gemacht. Nur, lassen sich die in der Krise angewandten Notprogramme 1:1 in ein sich normalisierendes Arbeitsumfeld übernehmen? Und wurden nicht durch den Zwang zu raschem Handeln auch langjährig geschützte Interessen verletzt? Und – werden die Arbeitnehmer nach mehr als einem Jahr Home-Office wieder willig an ihre…

Die Fachkräftenachfrage nimmt weiter zu

Die Fachkräftenachfrage nimmt weiter zu

Die Sicherung des Fachkräftebedarfs ist und bleibt eine zentrale Herausforderung für den Wirtschaftsstandort Österreich. Wir müssen es schaffen, einfache und legale Wege nach Österreich für Menschen zu schaffen, die hier einen Beitrag leisten wollen. Wir brauchen qualifizierte Zuwanderung. Wir fürchten, dass Österreich in der Pandemie wichtige Themen vernachlässigt. Das könnte dem Wirtschaftswachstum des Landes auf Jahre schaden. Das Recruiting internationaler Fach- & Führungskräfte könnte einige der offenen Stellen in vielen österreichischen Unternehmen schließen. Im Newsletter von index Anzeigendaten über den Jobmarkt Österreich im März 2021 sind Nachwuchskräfte im Fokus: Die österreichischen Unternehmen suchten landesweit die meisten Nachwuchskräfte im Bereich Vertrieb und Verkauf, gefolgt vom Finanz- und Rechnungswesen/Controlling. In den Technischen Berufen, wozu unter anderem Ingenieur*innen und Konstrukteur*innen gehören, schrieben die Firmen fast genauso viele Jobinserate für die Fachkräfte von morgen aus. Otti & Partner sucht nach Fachkräften auf der ganzen Welt. Als zusätzlicher Kommunikations- und Informationskanal sind Business Netzwerke inzwischen unverzichtbar. Die BeraterInnen von Otti & Partner nutzen daher bereits…

Hybride Arbeitsmodelle – die Zukunft?

Walter Bach29. 04. 20216 min read
Hybride Arbeitsmodelle – die Zukunft?

Ein sonniges Leben beginnt unter Microsofts® dreihundertfünfundsechzig Wolken. Teamviewer ist schon längst installiert.  Zoom und Teams sind bereits mit der nigelnagelneuen Webcam und auch mit all den lieben Kollegen verbunden. Das winzige Computertischchen hat ausgedient. Es wurde gegen einen Vollfunktionsarbeitstisch frisch vom Möbelhaus ersetzt. Der alte Küchensessel musste einem top-ergonomischen Komfortgestühl weichen. Der unwiderstehliche Charme eines Großraumbüros macht sich im Wohnzimmer breit. Doch zumindest bleibt die Strapaz der täglichen Fahrt zur Arbeit erspart. Und die Freizeit kann endlich flexibel eingeteilt werden. Wie herrlich, … den Chef sieht man neuerdings auch nicht so häufig. Und es gibt viel mehr Zeit für Familie und Freunde! Oder so. Oder so ähnlich. Heimarbeit muss passen Zugegeben – hybride Arbeitsmodelle sind kein Allheilmittel! Soziale Kontakte sind oftmals stärker eingeschränkt. Nicht jeder Haushalt ist für das Arbeiten zu Hause geeignet. Sei es durch räumliche Einschränkungen, Kinder, die betreut werden wollen, oder einfach nur technische Gegebenheiten. Auch Partner, die vielleicht gar zeitgleich zu Hause arbeiten müssen, stehen…

Unterliegen COVID-19-Förderungen der Einkommensteuer? [MAG RENATE OTTI – Wirtschaftstreuhänderin & Steuerberaterin]

Tax Austria20. 04. 20213 min read

Durch die Vielzahl an unterschiedlichen COVID-19-Förderungen werden derzeit die Unternehmer intensiv gefordert. Wir geben Ihnen einen Überblick über die ertragsteuerliche Behandlung von Förderungen im Allgemeinen sowie einiger ausgewählter COVID-19-Förderungen im Speziellen. Allgemeine Behandlung von Förderungen Vorteile, die durch einen Betrieb veranlasst sind, stellen eine Betriebseinnahme dar. Auch Förderungen, Subventionen oder Zuschüsse sind als Betriebseinnahmen zu erfassen. Jedoch können diese steuerfrei sein, da im Einkommensteuergesetz Befreiungsbestimmungen vorgesehen sind. Um in den Genuss der Steuerfreiheit zu gelangen, wird zumeist auf die Mittelherkunft und die beabsichtigte Mittelverwendung abgestellt. Wenn Förderungen steuerfrei sind, stellt sich allerdings die Frage, wie damit in Zusammenhang stehende Ausgaben zu behandeln sind. Für Ausgaben, die in unmittelbarem Zusammenhang mit steuerfreien Einnahmen stehen, besteht ein steuerliches Abzugsverbot. Durch die Nichtberücksichtigung von Ausgaben kommt es wiederum zu einer höheren Steuerbemessungsgrundlage. Steuerliche Behandlung von ausgewählten COVID-19-Förderungen Für COVID-19-Förderungen wurden eigene Bestimmungen bezüglich deren Steuerbefreiung im Gesetz geschaffen. Weiters ist zu prüfen, ob das Abzugsverbot für die im unmittelbaren Zusammenhang stehenden Ausgaben für…

Weiterführende Informationen finden Sie auch unter

Betriebe, die das noch brauchen, sollen Corona-Kurzarbeit auch über die jetzige Phase 4 hinaus haben sagt Kocher im APA-Interview:

Kocher erwartet keine Kündigungswelle nach Ende der Kurzarbeit [ Wirtschaft – derStandard.at ]

22. 04. 2021

Der Arbeitsminister relativiert die Ankündigung Schramböcks, mit der Investitionsprämie 800.000 Jobs zu schaffen oder zu sichern

Jobs TOPaktuell

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