Imagewandel für gelernte Buchhalter: Solides Finanzwissen als Sprungbrett für vielfältige Karrierewege

Langweilig, bieder, gleichförmig – Eigenschaften wie diese hafteten lange der Tätigkeit eines Buchalters / einer Buchhalterin an. Nicht erst durch komplizierte internationale Rechnungslegungsvorschriften und komplexe Compliance Audits ist die ( einst ? ) unterschätzte Profession noch mehr ins Blickfeld von Recruitern und Personalberatern gerückt. Eine Unternehmensbilanz „richtig“ lesen zu können gehört ab dem unteren mittleren Management zu den unverzichtbaren Basic Skills. Über die Vielfalt der innerbetrieblichen Zahlungsströme auch im Detail Bescheid zu wissen und sie auch richtig, sprich: gesetzeskonform, zu erstellen – dazu braucht es aber dann schon den Fachmann. Der hat seinen Job schließlich von der Pike auf gelernt, nämlich, die Finanzstruktur des Unternehmens richtig abzubilden – unter den unterschiedlichsten –auch internationalen – rechtlichen Vorgaben. Niemand weiß besser über den Firmenwert Bescheid als der Buchhalter – als Drehscheibe und Bewertungsinstanz aller Geschäftsfälle. Mit seiner Solidität und Erfahrung steht und fällt der Unternehmenserfolg.

Buchhaltung wird sexy und digi: fit

In Zeiten von Blockchain und digitaler Behördenkontakte ist der Job eines Buchhalters aber auch richtig „sexy“ geworden: Unterschiedliche Buchhaltungssoftware, eine sich rapide digitalisierende Finanz-IT sowie höherer Ergebnisdruck innerhalb der Unternehmen verlangt nach solidem Basiswissen gepaart mit „Buchhaltung 4.0“-Kommunikations- und Management-Tools. Und – nach der Bereitschaft, sich neuen Herausforderungen zu stellen: Vom Buchhalter zum Controller – und damit zur wahrscheinlich entscheidenden Stabstelle der Unternehmensleitung – ist der Weg nicht allzu weit. Aber auch benachbarte Disziplinen wie (SAP-) Consultant oder Perspektiven im Bereich Compliance und Fraud Management stehen Buchhaltern offen. Die Zeiten des verstaubten Bücherprüfens sind vorbei – komplexe IT-Prozesse haben den Arbeitsalltag auch im Finanzbereich revolutioniert. IT-Affinität und Kommunikationsstärke rücken mehr in den Fokus. Aber – das Kernwissen des Buchhalters ist heute so wertvoll wie gestern – unverändert und unveränderbar.

TOP JOB Aktuell

Wien: Objektbuchhalter/in (m/w/d) – Jahresbrutto ab T-EUR 42, Vollzeit

Mai 23, 2022
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Tax austria News

Umsatzsteuerlich getrennte Behandlung von Ehegatten [MAG RENATE OTTI – Wirtschaftstreuhänderin & Steuerberaterin]

Tax AustriaMai 25, 20223 min read

Der EuGH beschäftigte sich mit der Frage, ob Ehegatten, die eine landwirtschaftliche Tätigkeit im Rahmen desselben Betriebs mit Vermögensgegenständen ihrer ehelichen Gütergemeinschaft ausüben, als getrennte Unternehmer angesehen werden können. Fraglich war somit, ob daher der eine Ehegatte in Rahmen der USt-Pauschalierung tätig sein, der andere Ehegatte jedoch zur USt-Regelbesteuerung optieren kann.Im gegenständlichen Verfahren ging es um Ehegatten, die gemeinsam sechs Hühnerställe besaßen. Die Ehegattin, die in zwei der sechs Hühnerställe die Aufzucht von Schlachthühnern betrieb, stellte einen Antrag auf Registrierung für Zwecke der Mehrwertsteuer und verzichtete damit auf den Status eines Pauschallandwirts, den sie bis dahin innehatte. Der Ehemann, der…

Befreiungen von der Immobilienertragsteuer [MAG RENATE OTTI – Wirtschaftstreuhänderin & Steuerberaterin]

Tax AustriaMai 25, 20222 min read

Die Besteuerung von Gewinnen aus der Veräußerung von privaten Grundstücken erfolgt durch die sogenannte Immobilienertragsteuer (Immo-ESt), wobei nicht der progressive Einkommensteuertarif, sondern ein Sondersteuersatz von 30% zur Anwendung gelangt. Steuerfrei ist nach wie vor die Veräußerung von Eigenheimen und Eigentumswohnungen samt Grund und Boden, wenn es sich dabei um den Hauptwohnsitz des Steuerpflichtigen handelt. Ebenso nicht der Immobilienertragsteuer unterliegt die Veräußerung eines selbst hergestellten Gebäudes, der Grund und Boden ist hier jedoch steuerpflichtig. Hauptwohnsitzbefreiung Eigenheime und Eigentumswohnungen samt Grund und Boden fallen nicht unter die Immobilienertragsteuer, wenn sie dem Veräußerer durchgehend seit der Anschaffung oder Herstellung (Fertigstellung), mindestens aber seit…

COVID-19: Rechtsmittel gegen die Förderungsentscheidung der COFAG [MAG RENATE OTTI – Wirtschaftstreuhänderin & Steuerberaterin]

Tax AustriaMai 25, 20223 min read

Über die Gewährung einer COVID-19-Förderung entscheidet die COFAG, eine Gesellschaft des Staates Österreich. Die Vergabe dieser Förderungen erfolgt jedoch nicht in hoheitlicher Form durch Bescheid, sondern es kommt ein privatrechtlicher Vertrag zwischen der COFAG und dem Förderwerber zustande. Nach Gewährung solcher Förderungen erfolgen regelmäßig Prüfungen durch das Finanzamt, welches nicht als Abgabenbehörde, sondern als Gutachter tätig wird. Fraglich ist nun, welche Rechtsmittel gegen diese Entscheidungen möglich sind. Vergabeentscheidung der COFAG Die relevanten Förderanträge werden im Auftrag der COFAG durch die Finanzverwaltung einer automationsunterstützten Risikoanalyse unterzogen und plausibilisiert. Bestehen aufgrund dieses Plausibilisierungsergebnisses der Finanzverwaltung begründete Zweifel an der Richtigkeit der Angaben…